Unterdurchschnittliche Kartoffelernte erwartet 
Der nasse und kalte Frühling führte dazu, dass das Kartoffelwachstum und die Ernte im Vergleich zu einem Durchschnittsjahr rund 2-3 Wochen verspätet ist. Die Hitzetage im August bedeuteten eine weitere Stresssituation für die Kartoffeln. Dennoch sind die Qualitäten mehrheitlich gut. Die Kaliber hingegen sind sehr kleinfallend, was bei leicht gestiegener Nachfrage zu einem knappen Angebot führt. 
Am 19. und 20. August 2013 haben die Vertreter von Produktion, Handel und Industrie der swisspatat in allen Regionen der Schweiz über 1'000 repräsentative Kartoffelmuster von den relevanten Sorten ausgewertet. Die Resultate dienten als Grundlage für die Ernteschätzung 2013. 
Die Flächenerträge liegen mit lediglich 262 kg Speiseanteil pro Are über alle Sorten gesehen rund 32% unter dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Mit 2009 und 2011 sind zwei Grossernten in der Fünfjahreswertung enthalten, was den Unterschied noch ausgeprägter macht. Die Kaliber sind kleinfallend. Die Raclettesanteile bei den festkochenden Sorten sind mit durchschnittlich 31.4 % (VJ: 24.7%) noch höher als bei der letztjährigen, tendenziell eher kleinfallenden Ernte. 
Die äusseren und inneren Qualitäten sind mehrheitlich gut. Als Hauptmängel waren Unterkaliber und Formmängel festzustellen. Die generell hohen Stärkegehalte mahnen zur Vorsicht bei der Ernte, um Schlagschäden und Blaufleckigkeit zu vermeiden. Aufgrund der späten Pflanzzeitpunkte ist der Anteil an Mustern mit noch grünen Stauden mit 82.6% fast doppelt so hoch als im Vorjahr (46.6%). Es bleibt die Hoffnung auf einen schönen Herbst, damit die späten Sorten noch etwas weiter wachsen und bei guten Bedingungen geerntet werden können